Ergebnisse des Güterverkehrsgutachtens der IHK müssen auch unter Aspekt der Umweltverträglichkeit gewertet werden

Angestoßen durch den Schwabenbund haben vier IHKs der Region gemeinsam ein Güterverkehrsgutachten erstellen lassen. Dieses wurde nun ausgewertet und die Forderungen nach einem Abbau von Engpässen auf den Bundesstraßen sowie einem Ausbau des Containerverkehrs in Schwaben gestellt. „Es wäre falsch, hier nur allein wirtschaftliche Interessen zu betrachten und durch einen Ausbau von Straßen noch mehr Frachtverkehr auf die Straße zu ziehen“, sagt Ekin Deligöz (MdB). „Richtig ist die Forderung nach einem Ausbau der Bahnschienen, um   mehr Frachtverkehr auf diese Verkehrswege zu ziehen. In diesem Punkt kann ich den Forderungen der IHK Schwaben folgen“, so Ekin Deligöz weiter.

Die IHK Schwaben hatte am 30. Juni 2016 die Ergebnisse des Gutachtens veröffentlicht und aus diesen u.a. den Schluss gezogen, dass unsere Region leistungsfähigere Straßen benötigt. Gleichzeitig müsse der Güterverkehr in Nord-Süd-Richtung verbessert werden. Hierzu Ekin Deligöz: „Es ist bekannt, dass ein Ausbau von Straßen auch mehr Verkehr anzieht. Die ökologischen Negativfolgen von mehr Frachtverkehr können nicht durch eine Ökologisierung des Verkehrs durch schadstoffärmere Fahrzeuge ausgeglichen werden. Hier nur die wirtschaftlichen Interessen, unabhängig von den Folgen für Mensch und Natur, zu sehen, ist zu kurzfristig gedacht. Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit  dürfen sich nicht gegenseitig ausschließen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sowohl die Unternehmen als auch die Interessensverbände mehr Gewicht auf den Ausbau des Schienenverkehrs legen.“

Weitere Informationen zur Erklärung der IHK: https://www.schwaben.ihk.de/service/Presse-und-Medien/Presseinformationen/Presseinformationen_2016/Unternehmen-brauchen-die-Bundesstrassen/3416848