PRESSESTATEMENT: Deligöz: Warten aufs Wohnheim in Neu-Ulm

16. Oktober 2019

Wohnen muss auch für Studierende bezahlbar sein. Mietenexplosion und historischer Tiefstand bei den Wohnheimplätzen müssen der Bundesregierung ein Weckruf sein. Anstatt Verantwortung weg zu delegieren, wie es aktuell die Maxime der Bundesregierung ist, müssen Bauminister Seehofer und Bildungsministerin Karliczek beim Thema Wohnheimplätze liefern statt studentischer Wohnungsnot tatenlos zuzusehen. In Hochschulstädten wie der unseren werden auf dem freien Markt für kleine Wohnungen inzwischen im Schnitt über 400 Euro gezahlt und damit deutlich mehr als die 325 Euro, die im BAföG pauschal für das Wohnen gewährt werden. Andernfalls drohen zu Semesterbeginn künftig Zelt- oder Matratzenlager auf dem Campus. 

Hintergrund:

Nach Angaben des Studentenwerks Augsburg gibt es in den zwei Wohnanlagen in Neu-Ulm zusammen 252 Wohnplätze. Auf der Warteliste stehen zusätzlich nochmal 77 Personen; das sind über 23% der Interessenten. Die grüne Bundestagsfraktion hat eine „Offensive für bezahlbaren Wohnraum für Studierende“ beschlossen, über die nun im Bundestag beraten wird.