Zu verschiedenen Äußerungen aus den Reihen der Großen Koalition zum Thema Familienpolitik erklärt Ekin Deligöz, bayerische Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages:

Die Große Koalition ist kaum im Amt, da werden Familien mit leeren Versprechungen abgespeist. Grundsätzlich gute Ansätze, wie familienfreundliche Arbeitszeiten einzuführen, laufen ins Leere, wenn die Koalition jede Diskussion im Keim erstickt. Frau von der Leyen muss jetzt beweisen, dass sie nicht nur ankündigen, sondern ihren Vorschlag, die Bundeswehr familienfreundlicher zu machen, auch umsetzen kann.

Wem Familien und Kinder wirklich wichtig sind, der schaut, wie Gelder in diesem Bereich sinnvoll umverteilt werden können. Um mehr Gerechtigkeit zu erreichen, muss das derzeitige Ehe- und Familienfödersystem reformiert werden. Eine kritische Auseinandersetzung damit ist in den nächsten vier Jahren allerdings weiterhin nicht in Sicht. Schlimmer noch:  Das Thema Kinderarmut findet im Koalitionsvertrag nicht einmal Erwähnung.  Die Große Koalition ist eindeutig keine Koalition für Kinder.

Jedes Kind muss unabhängig von seiner Herkunft eine gerechte Chance bekommen.Um das Leben mit Kindern zu unterstützen, brauchen wir eine konsistente Familienpolitik, die auf einen Dreiklang aus Infrastruktur, Zeit und Geld setzt.  Damit verbunden stehen insbesondere die Kommunen als  Lebensort von Familien vor der Herausforderung, familienfreundliche Angebote bereitzustellen.