Kampagne ‚Kein Raum für Missbrauch‘

Kürzlich ist die Kampagne ‚Kein Raum für Missbrauch‘ gestartet. Das Thema ist leider anhaltend aktuell. Ich möchte für die Kampagne werben, die vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs durchgeführt wird. Sie spricht die konkrete Notwendigkeit für Prävention in öffentlichen Räumen für Kinder an und bietet gut aufbereitete Informationen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor Ort.

Noch immer sind die Missbrauchsskandale an Schulen und Internaten nicht ausreichend aufgearbeitet. Dennoch hat es bei der Stärkung des Kinderschutzes in den vergangenen  Jahren viele positive Entwicklungen gegeben. So ist u.a. das Bewusstsein dafür gestiegen, wie wichtig Prävention vor sexueller Gewalt im Alltag ist. Dies betrifft auch und gerade die
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Institutionen wie Kitas und Schulen, in Vereinen und Freizeiten und an vielen anderen Orten.

Es ist wichtig, das Tabu des sexuellen Missbrauchs aufzubrechen und offen und nüchtern über Gefährdungen zu reden. Die Frage, was konkret getan werden kann, um das Risiko von sexuellem Missbrauch zu minimieren, sollte mit der Zeit selbstverständlicher Bestandteil in der Arbeit mit Kindern sein. Dies ist nicht als Misstrauen gegenüber einer Einrichtung o.ä. zu verstehen. Im Gegenteil: es ist ein Zeichen von pädagogischer Professionalität und von
Weitsicht, sich generell und präventiv mit dem Thema auseinander zu setzen. Gefordert sind alle Beteiligten, ob Professionelle oder Ehrenamtliche, ob Eltern oder Angehörige. Gehört und beteiligt werden müssen aber auch die Kinder und Jugendlichen selber. Zu häufig findet das erst statt, wenn tatsächlich ‚etwas passiert‘ ist.

mehr Informationen zur Kampagne unter www.kein-raum-fuer-missbrauch.de