Frieden gibt es nicht ohne Frauen – Zwölf Jahre UN Resolution 1325

Zum morgigen Jahrestag der UN-Resolution 1325 ,,Frauen, Frieden, Sicherheit" über die Rolle von Frauen in bewaffneten Konflikten, erklären Ekin Deligöz, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Kerstin Müller, Sprecherin für
Außenpolitik:
„Die einstimmige Annahme der Resolution durch den UN Sicherheitsrat
im Jahr 2000 war ein Meilenstein auf dem Weg zu einer geschlechtersensiblen Friedens- und Sicherheitspolitik. Zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen regelt eine Resolution völkerrechtlich verbindlich, dass Frauen gleichberechtigt in Konfliktschlichtung, Friedensverhandlungen und Wiederaufbau einbezogen werden müssen. Denn Frieden, Demokratisierung und ziviler und wirtschaftlicher Aufbau können nur nachhaltig sein, wenn die Rechte der Frauen ernst genommen und auf ihre Stimme gehört wird.
Die Umsetzung der Resolution kommt allerdings nur schleppend voran. Die deutsche Bundesregierung hat es verschlafen, die Ziele der Resolution 1325 in einem Aktionsplan konkret umzusetzen. Wenn die Bundesregierung sich nicht unglaubwürdig machen will, muss sie zwölf Jahre nach Inkrafttreten der Resolution endlich einen nationalen Aktionsplan vorlegen.“