EFI-Gutachten 2013: Gleichstellungspolitik ist knallharter Wettbewerbsfaktor

Pressemitteilung , 1. März 2013

EFI-Gutachten 2013: Gleichstellungspolitik ist knallharter Wettbewerbsfaktor

Zum diesjährigen Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung erklärt Ekin Deligöz, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:


Obwohl Mädchen und Frauen in Schule und Uni bessere Ergebnisse als Jungen und Männer erzielen und öfter Hochschulabschlüsse machen, haben sie es schwerer auf dem Arbeitsmarkt und gelangen seltener in Führungspositionen. Damit leistet sich unser Land nicht nur eine gleichstellungspolitische Ungerechtigkeit, sondern verschenkt auch das Innovationspotenzial der vielen hervorragend ausgebildeten Frauen, gerade auch in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik).


Gleichstellungspolitik ist ein knallharter Wettbewerbsfaktor für den Innovationsstandort Deutschland. Zu Recht mahnen die Gutachter familienfreundlichere Arbeitsbedingungen und einen schnelleren Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen an, statt die Mittel ins Betreuungsgeld zu stecken. Experten halten die Einführung von Quoten in Wirtschaft und
Wissenschaft für notwendig, um mehr Frauen in Spitzenpositionen zu bringen.
Nach dem Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ist das EFI-Gutachten 2013 ein weiterer Bericht, der Schwarz-Gelb in Sachen Gleichstellungspolitik die rote Karte zeigt. Es ist leider zu erwarten, dass auch dieser Bericht in der Schublade verschwindet und die vielen klugen Handlungshinweise der Gutachterinnen und Gutachter keinen Eingang in die Politik von CDU/CSU und FDP finden.