Pressemitteilung zum 1. Mai 2014 - Arbeitsmarkt nicht für alle Menschen positiv

 

Die Arbeitslosenzahlen im Bereich der Agentur für Arbeit Donauwörth sind in allen Landkreisen auf unter 3 % gesunken. Die neuesten Zahlen zeigen bei genauerer Betrachtung aber, dass der positive Trend nicht für alle Personengruppen gleich stark ausgeprägt ist.

 

Ein großes Ungleichgewicht am Arbeitsmarkt gibt es beim Arbeitsvolumen von Männern und Frauen. Teilzeitstellen werden zu 90 % von Frauen belegt. „Wir müssen gerade für Frauen die Möglichkeit einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie schaffen,“ so Ekin Deligöz (MdB). Hierzu gehören ein flächendeckender Ausbau von Krippen- und Kindergartenplätzen sowie die Abschaffung des Betreuungsgeldes. Gerade in Bayern fehlen rund 35.000 Betreuungsplätze. Durch das gezahlte Betreuungsgeld könnten Kinderbetreuungsplätze geschaffen und gleichzeitig ermöglicht werden, dass Frauen in größerem Maße berufstätig sind.

 

Die volumenmäßig geringere Arbeitstätigkeit von Frauen bedeutet auf lange Sicht auch eine schlechtere Absicherung bei den Sozialleistungen und viele Frauen laufen Gefahr in die Altersarmut hineinzuwachsen.

 

Gerade die Bereiche, in den Frauen überproportional als Arbeitnehmerinnen vertreten sind, nämlich Erziehung und Pflege, sind zudem oft viel zu gering entlohnt. Ekin Deligöz sieht „unsere Gesellschaft im Bereich Arbeit noch weit von der Geschlechtergerechtigkeit entfernt. Arbeit muss ihrem Wert entsprechend entlohnt werden und dieser Wert muss in vielen Bereichen neu definiert werden.“