Meine Reise nach Armenien

11. - 14. März 2015

Gedenken an den 100. Jahrestag des Völkermords

 

Das Gedenken an den 100. Jahrestag der Massaker an den Armeniern in der Türkei bewegt mich persönlich. Die historische Aufarbeitung dessen ist ein andauernder Prozess, der auch hundert Jahre später noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien bleiben weiterhin stark angespannt. Gleichzeitig befindet sich Armenien in einem außenpolitischen Spannungsverhältnis mit einer Orientierung nach Russland einerseits und nach Europa andererseits. Angesichts des nächsten sich anbahnenden „frozen conflict“ in der Ukraine haben die internationalen Beziehungen Armeniens eine besonders hohe politische Aktualität erlangt.

Daher werde ich vom 11. bis 14. März 2015 mit meinem Kollegen Cem Özdemir nach Armenien reisen, um mich in Gesprächen mit Vertretern der Politik, der Zivilgesellschaft, von Think Tanks und NGOs eingehend mit diesen Themen zu beschäftigen. Ich erwarte mir von davon wichtige Erkenntnisse für die parlamentarische Arbeit im Zusammenhang mit dem Gedenken an die Massaker sowie ein besseres Verständnis der geopolitischen Lage in der Region vor dem Hintergrund eines zunehmend selbstbewusster und unberechenbarer agierenden Russlands zu gewinnen.