Ja zu unserem gemeinsamen Europa

05. Juli 2015

Ja zu unserem gemeinsamen Europa

Liebe Freundinnen und Freunde,

seit fünf Jahren erleben wir eine Krise unserer gemeinsamen Währung. Wir alle tragen den Euro in unseren Taschen, jeden Tag: Griechische Euro in Deutschland, deutsche Euro in Griechenland. Der Euro ist zum täglich sichtbarsten Zeichen unserer europäischen Einigung geworden. Und wir wollen, dass das so bleibt.  

Griechenland ist die Geburtsstätte europäischer Kultur, die unseren gemeinsamen Kontinent bis heute prägt. Gemeinsam leben wir seit über 30 Jahren in der Europäischen Union und teilen seit über 14 Jahren unsere gemeinsame Währung. Nicht zuletzt der Euro in unseren Taschen zeigt, wie eng wir miteinander verbunden sind und wie wichtig es ist, gemeinsame Wege in die Zukunft zu finden. Das ist und bleibt für uns eine historische Errungenschaft! Aber nur gemeinsam werden wir diese europäische Idee aufrechterhalten können. Für uns sind der Zusammenhalt der Europäischen Union und der Währungsgemeinschaft unverzichtbar, wenn wir gemeinsam die großen Herausforderungen in Europa und der Welt angehen wollen.

Morgen wird in Griechenland ein Referendum stattfinden. Es gibt viele verschiedene Ansichten darüber, warum es zu diesem Referendum gekommen ist. Wir kennen diese verschiedenen Ansichten und respektieren sie. Es ist uns aber nicht egal, wie sich die Mehrheit der Griechinnen und Griechen morgen entscheiden wird. Denn wir wollen, dass Europa als Solidaritäts- und Wertegemeinschaft zusammenhält, gerade auch in Zeiten der Krise. Wir wollen, dass Griechenland im Euro bleibt und unsere gemeinsame Währung nicht auseinanderbricht. Wir wollen ein Europa, in dem wir unsere gemeinsamen Probleme lösen und die Krise in Griechenland und in der Eurozone gemeinsam beenden. Ohne tiefgreifende Veränderungen wird dies nicht gelingen können. Wir wissen, dass das nicht einfach wird. Dabei werden wir Griechenland unterstützen. Wir sind überzeugt, dass wir Fehler und Ungerechtigkeiten in der bisherigen Krisenpolitik besser mit Griechenland im Euro korrigieren können. Wir wollen nicht, dass der Sonntag der Anfang vom Ende des Euro ist und sich beide Seiten gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben.

Was auch passiert, wir haben uns schon lange entschieden: Wir werden unseren europäischen Freundinnen und Freunden in Griechenland immer solidarisch zur Seite stehen.

Wir wünschen uns aber auch, dass Griechenland Europa jetzt nicht alleine lässt. Wir werden Griechenland niemals alleine lassen. Ohne den griechischen Euro in unserer Tasche, ist Europa nicht mehr das, wie wir es uns wünschen. Wir wollen, dass Griechenland in der Eurozone bleibt.

Am Sonntag geht es um die Zukunft Griechenlands. Am Sonntag geht es um die Zukunft von unserem gemeinsamen Europa. Denn: Griechenland ist Europa. Europa ist Griechenland.

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