Frauenquote: Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

06. März 2015

 

Meine persönliche Erklärung

Persönliche Erklärung nach §31 GO zur Abstimmung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung „Entwurf eines Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungskräften in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ (BT-Drs.: 18/3784) am 06.03.2015.

Ich werde heute dem vorliegenden Gesetzentwurf der Bundesregierung „Entwurf eines Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungskräften in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ zustimmen. Mit der Berliner Erklärung habe ich mit zivilgesellschaftlichen Gruppen und mit Frauen aus allen Fraktionen im Bundestag ein Bündnis für die Frauenquote geschmiedet. Für mich ist es ein Teil meiner politischen Glaubwürdigkeit heute mit meiner Stimme zu diesem Bündnis zu stehen.

Politisch habe ich seit Jeher für eine Frauenquote gekämpft. Jetzt serviert die Koalition zwar nur ein „Quötchen“, dennoch werde ich zustimmen. Wie vielen anderen geht auch mir das Gesetz nicht weit genug. Meine Fraktion hat einen eigenen Gesetzentwurf eingebracht, der zeigt wie es deutlich besser gehen würde. Aber sofern die Richtung stimmt, helfen auch kleine Schritte auf dem Weg  in eine geschlechtergerechten Arbeitswelt, in der nicht mehr nur Männerrunden Entscheidungen treffen. Frauen in Führungspositionen können dann nicht nur mitreden, sondern auch nach und nach die Arbeitswelt den Bedürfnissen der Frauen – ihren Bedürfnissen - anpassen. Und ein Kulturwandel, der dazu führt, dass Frauen auch nach vorne streben, weil sie kompetent sind, weil es flexible Kinderbetreuung gibt, weil nicht mehr nur Schein, sondern Sein belohnt wird, weil es möglich ist Karriere zu machen und dabei auch noch ein Privateben existiert - ein solcher Kulturwandel ist bitter nötig. Und er lohnt sich: Geschlechtergerechtigkeit schreibt schwarze Zahlen, denn heterogene Teams arbeiten erfolgreicher. Die Wirtschaft, die sich immer noch gegen eine Quote sträubt, wird bald erkennen, dass mehr Frauen in verantwortlichen Positionen klare Vorteile bringen.

Ein Grundstein wird heute gelegt, der uns anspornen wird, noch mehr für Frauenförderung zu kämpfen. Bis sich die Arbeitswelt auch an die Frauen angepasst hat und sich in ihr beide Geschlechter gleichermaßen zurechtfinden. Deshalb ist auch dieser kleine Schritt einer in die richtige Richtung.

Mein Team im Berliner Büro:

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