"Die Lebensleistung anerkennen" - Ekin Deligöz diskutiert das Thema Altersarmut

22. Juni 2017

"Alt und Arm. Selber schuld? Anmerkungen zu einem sozialpolitischen Skandal", hieß der provokante Titel einer Podiumsdiskussion, zu der SPD und Grüne nach Sonthofen eingeladen hatten. "Altersarmut ist weiblich" war sich die Grünen- Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz mit Ulrike Bahr (SPD) und Claudia Weixler - Geschäftsführerin der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten im Allgäu - einig. Von der Armutsfalle im Alter seien vor allem Frauen betroffen - durch unterbrochene Erwerbsbiografien, Kindererziehung, Pflegezeiten, Teilzeitarbeit und Niedriglöhne. Auch Alleinerziehende sind überproportional betroffen.

"Armut in diesem Land wird älter", verwies Deligöz auf die demographische Entwicklung und forderte "die Lebensleistung alter Menschen anzuerkennen". "CDU und CSU kneifen bei dem Thema im Wahlkampf", so die Abgeordnete und Mitglied im Haushaltsausschuss. "Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen erst gar nicht in die Armut fallen", setzt sie auf höhere Mindestlöhne, gleichen Lohn für gleiche Arbeit und Investitionen in die Bildung. Sie sprach sich dafür aus, Menschen, die weniger verdienen, stärker zu unterstützen. Private Vorsorge könne die Rentenlücken nicht schließen, da Geringverdiener das Geld dafür nicht aufbringen können. Versicherungsfremde Leistungen wie die Mütterrente müssten aus Steuergeldern finanziert werden um die Rentekasse zu entlasten - Erziehungs- und Pflegezeiten stärker anerkannt werden. Deligöz warb für eine Bürgerversicherung, in die alle einzahlen und auch andere Einkommensquellen herangezogen werden als nur der Arbeitslohn. "Lasst uns das Geld in die Menschen investieren statt in Waffen", so Deligöz angesichts den Forderungen nach Erhöhungen im Rüstungsetat.

Deligöz sprach sich für einen höheren Zuschuss aus Steuermitteln in die Rentenkasse aus, um das Renteniveau zu stabilisieren. Auf die Frage, ob das finanziell zu stemmen sei, antwortete Deligöz: "Wir können den Bundeszuschuss erhöhen, wenn wir mutig in den Haushalt reingehen".

Eindrücke der Veranstaltung

Presseecho zur Veranstaltung

Mein Team im Wahlkreisbüro:

  • Holger Greif

Hier findet Ihr Bilder aller Besuchergruppen im Bundestag.

Kontaktdaten Wahlkreisbüro:

Ekin Deligöz, MdB 
Bockgasse 2
89073 Ulm
Per Telefon: 0731 9806976 
Per Fax: 0731 4038593 
E-Mail: ekin.deligoez@wk.bundestag.de

Das Grünen Haus in Ulm

Das Grüne Haus in Ulm ist die Schalt- und Waltzentrale von Bündnis 90/Die Grünen in der Region Neu-Ulm, Ulm und Alb-Donau. In diesem Haus befinden sich nicht nur die Geschäftsstellen der drei genannten grünen Kreisverbände, sondern auch Ekin Deligöz Wahlkreisbüro sowie das des Landtagsabgeordneten Jürgen Filius. Zudem ist das Grüne Haus in Ulm die erste Anlaufstelle für Fragen und Anregungen, die die Bürgerinnen und Bürger an die Grünen in Ulm und Neu-Ulm richten. Scheuen Sie sich nicht, mal bei uns im Grünen Haus vorbeizukommen.